16.11.2010

 

Die Einreise in die USA gestaltet sich entgegen unseren Erwartungen total unproblematisch. Washington - The Evergreen State -  präsentiert sich mit tollen Regenwald-Abschnitten zwar schön grün, aber auch ziemlich verregnet. Je weiter wir uns Richtung Süden fortbewegen, desto trockener sollte es eigentlich werden. Also machen wir ordentlich Kilometer,  nicht ohne die Aussicht auf den herrlichen Küstenstreifen zu genießen:

 

 

 

 

 

Während in Südamerika Begegnungen mit anderen Radlern doch eher rar sind, gehört hier der Reiseradler zur Normalität. In verschiedenen Gruppen, die typisch amerikanisch dann auch unsere "(best) friends" sind, genießen wir das - verglichen mit südamerikanischen Verhältnissen - einfache Radreisen. In keinem  anderen Land sind uns so viele freundliche Menschen begegnet, wie in den USA.
Nirgendwo anders sind wir so oft eingeladen worden: zu einem Bierchen, in die eigene Wohnung, zum Grillen oder sogar in das Ferienhaus am See:
Hier verbrachten wir ein paar tolle Sommertage: „Macht es euch bequem, bleibt solange, wie ihr wollt“. So lud uns Tony in sein Ferienhaus mit Blick auf den See und eigenem Steg ein. Thank you so much Tony and Terry!

 

 

Für ein paar Tage steigen wir auf das Auto um, um die fantastischen Nationalparks Utahs und die Wüstengegenden Nevadas zu erkunden.  Genauso wie die Menschen, begeistern uns die Landschaften der USA. So erkunden wir in ein paar Tagen die so bekannten Stätte, wie z.B. Arches National Park, Grand Canyon oder Las Vegas. Die Gegend ist wirklich sehenswert. Hier nur ein paar Einblicke:

 

Ein Bogen im Arches National Parc

 

 

Slot Canyon im Escalante Natinal Monument

 

 

 

Las Vegas bei Nacht

 

 

 

Sandsturm im Death Valley

 

Mountainbiking am Lake Tahoe

Im Laufe der letzten Monate haben wir die Langsamkeit  des Reisens schätzen gelernt. Und so freuen wir uns wieder nach unserer 10 Tägigen „Autoexkursion“ auf unseren Drahteseln zu sitzen. Vom sehr schönen Lake Tahoe, an dem wir ein paar Tage in Alex Wohnung bleiben dürfen (thanks Alex), geht es nun Richtung  Yosemite Nationalpark. Die Gegend ist übrigens bekannt für die viele  Schwarzbären, die Mülleimer leeren und dem Menschen z.T. sehr nahe kommen. Viele Anwohner haben Druckluftgewehre mit Gummigeschossen, um sich und vor allem ihr Eigentum zu schützen. Die Bären sind außerordentlich intelligent - gepaart mit "Bärenkräften" -  sind Terassen- und selbst Autotüren kein Hindernis, um an unsere kalorienhaltige Nahrung zu gelangen.

 

 

Der Yosemite National Park ist einer der bekanntesten und beliebtesten Nationalparks Amerikas.  Die riesigen, steilen Wände im Tal sind beeindruckend, die Touristenmassen allerdings haben uns erschlagen.  Am Campingplatz muss man teilweise schon um 6 Uhr morgens anstehen, um noch einen freien Platz zu erhalten. Nach zwei Übernachtungen suchen wir wieder mehr Einsamkeit und streben den Weg Richtung Küste an. In den USA gibt es genug weniger vermarktete und besuchte Attraktionen.

 

 

Zurück an der Küste verlassen wir für eine Nacht unser kleines Zeltreich und ziehen in unsere „Luxussuite“ am Meer. Freunde haben uns diese Hotelübernachtung noch vor unserer Abreise geschenkt. Das Personal hat schon Wind bekommen von unserer Reise und beglückwuncht uns mit einer Flasche Wein. Nun genießen wir Meerblick und Whirlpool. Vielen Dank Elisabeth, Vroni, Torsten und Alex!

 

Schöner Zeltplatz! Wer war zuerst da? Der Baum oder das Zelt?

 

 

 

Ende September erreichen wir unser letztes Ziel in der USA: San Francisco. Wir haben das große Glück die Golden Gate bei strahlenden Sonnenschein und in den typischen Nebelschwaden zu erleben.

 

 

Von San Francisco fliegen wir nach Düsseldorf, von wo wir über Köln wieder in die Stadt radeln, in der vor 15 Monaten alles angefangen hat: Korschenbroich. Am 01.Oktober radeln wir wieder zu Hause ein, um Familie und Freunde in die Arme schließen. Die letzten Monaten waren für uns ein außergewöhnliche Zeit! Wir danken allen, die uns während dieser Zeit unterstützt haben und freuen uns, jetzt wieder bei euch zu sein.

 

 

Zm Schluss noch ein Mirakel: Was will uns dieser Schuhbaum mitten in der Wüste Nevadas sagen? Wir haben keine Ahnung...